Ghrelin: das Hungerhormon und wie du es nicht gegen dich arbeiten lässt
Wenn dein Magen knurrt und dein Kopf plötzlich nur noch ans Essen denkt, ist meist ein Hormon im Spiel: Ghrelin. Das Praktische daran ist, dass man es weniger gegen sich arbeiten lassen kann, wenn man weiß, was es hochtreibt.
Was ist Ghrelin?
Ghrelin ist das Hungerhormon. Es wird vor allem im Magen produziert und meldet dem Gehirn: „Tank leer, Zeit zu essen.” Es steigt vor den Mahlzeiten und fällt nach dem Essen wieder ab.
Man kann es sich als Gegenspieler von Leptin vorstellen. Leptin sagt satt, Ghrelin sagt hungrig. Im Idealfall pendeln die beiden in einem sinnvollen Rhythmus.
Was Ghrelin hochtreibt
Hier liegt der praktische Wert. Drei Dinge schrauben Ghrelin nach oben, und ausgerechnet zwei davon passieren oft beim Abnehmversuch:
- Schlafmangel. Eine kurze Nacht reicht, um am nächsten Tag hungriger zu sein. Nicht eingebildet, hormonell.
- Crash-Diäten. Sehr starkes, schnelles Hungern treibt Ghrelin hoch, der Körper wehrt sich. Deshalb kippen extreme Diäten so oft in Heißhunger.
- Stress. Verstärkt das Ganze zusätzlich.
Was hilft
Du kannst Ghrelin nicht „ausschalten”, aber du kannst aufhören, es zu provozieren.
- Genug schlafen. Der unterschätzteste Hebel gegen Heißhunger.
- Eiweiß und Ballaststoffe, die halten länger satt und dämpfen den Ghrelin-Anstieg.
- Moderat statt extrem abnehmen, kein Hungern auf Teufel komm raus.
Genau hier setzen auch die modernen Abnehmspritzen an: Die GLP-1-Wirkstoffe verlängern das Sättigungsgefühl und dämpfen den Hunger, der sonst stärker wird, je mehr du abnimmst.