Esssucht überwinden: Warum wir ungewollt zu viel essen

Du fängst an zu essen und kannst dich nicht stoppen. Gerade bei Pizza Eis, wenn es richtig leckere Sachen, die du so richtig gerne isst. Wir essen über den Hunger hinaus und haben kein Sättigungsgefühl. Wir essen umso mehr, wenn wir alleine sind. 

Danach bereuen wir es auch wirklich, aber können es irgendwie nicht lassen. Wir kriegen es nicht verändert. 

Es ist ein wenig so wie bei einer Sucht. Wenn wir abends etwa die Kinder ins Bett bringen, dann essen wir zur Belohnung noch was. Irgendwie können wir es nicht lassen. 

Also wir greifen schon wieder zu Schokolade, gehen zum Süßigkeitenschrank oder holen uns ein Eis, obwohl wir das eigentlich nicht mehr machen wollten. Das gleiche auch, wenn wir gestresst sind auf der Arbeit. Dann greifen wir schon wieder zu, obwohl wir uns immer wieder sagen: „Nein, lass das lieber.“

Aber diese Sucht, dieses Verlangen, das ist einfach stärker.

Süchtig nach Lebensmitteln

Wir können die Finger einfach nicht von spezifischen Lebensmitteln lassen. Da ist ein Gedanke schnell da: dass wir süchtig sind nach diesen Lebensmitteln. 

Warum sonst können wir die Finger nicht davon lassen?

In diesem Video erfährst du, was es mit dieser Sucht auf sich hat und wie du diese Abwärtsspirale durchbrechen kannst. Dann kannst du wieder „normal“ essen, Fett verlieren und dein Essen ohne schlechtes Gewissen genießen.

(00:00)
Vielleicht kennst du das. Du fängst an zu essen und kannst dich nicht stoppen. Gerade bei Pizza Eis, wenn es richtig leckere Sachen sind, die du richtig gerne isst. Da essen wir einfach weiter. Also über den Hunger hinaus, über die Sättigung. Da ist einfach kein Sättigungsgefühl. Wir essen umso mehr, wenn wir alleine sind und danach bereuen wir es auch wirklich, aber können es irgendwie nicht lassen. Also wir kriegen es nicht verändert. Es ist ein bisschen so wie bei einer Sucht. Wenn wir abends zum Beispiel die Kinder ins Bett bringen, dann essen wir zur Belohnung noch was. Und? Irgendwie können wir es nicht lassen. Also wir greifen schon wieder zu Schokolade oder gehen zum Süßigkeitenschrank oder holen uns ein Eis, obwohl wir das eigentlich nicht mehr machen wollten. Das gleiche auch, wenn wir gestresst sind, dann greifen wir zu, obwohl wir innerlich uns sagen "Nein, lass das lieber". Aber diese Sucht, dieses Verlangen, das ist einfach stärker. In diesem Moment auf der Arbeit ist es genauso. Da greifen wir zu.

(01:04)
Und können die Finger nicht davon lassen. Da ist ein Gedanke ja schnell da. Also, dass wir süchtig sind nach diesen Lebensmitteln. Warum sonst können wir die Finger nicht davon lassen? Wir denken vielleicht auch, wenn wir nicht zugreifen, die ganze Zeit daran, wie das jetzt wäre das zu essen. Und ob wir das nicht doch noch essen dürfen, ob es vielleicht in unser Kalorienbudget passt und ob wir es uns doch noch gönnen sollen. Wir essen Lebensmittel wie Pizza, Eis, Fastfood einfach richtig gern. Und können dann nicht aufhören. Wir können uns nicht stoppen. Das Ganze liegt daran, dass diese Lebensmittel in unserem Gehirn Dopamin ausschütten bzw. dass in unserem Gehirn, beim Anblick oder beim Gedanken an diese Lebensmittel Dopamin, also praktisch das Belohnungshormon ausgeschüttet wird. Das heißt, wir bekommen einen Kick, wenn wir nur daran denken, diese Lebensmittel zu essen. Es ist dieses Habenwollen. Und wenn wir es dann essen, wird ja auch Serotonin ausgeschüttet. Das ist dann dieses Zufriedenheits-Glückshormone, wie es oft genannt wird.

(02:10)
Und dann fühlen wir uns zumindestens kurzfristig wohl. Dann ist ja natürlich klar, dass diese Lebensmittel uns auf diese Art süchtig machen. Dopamin wird ja auch ausgeschüttet beim Konsum von anderen Substanzen, wie zum Beispiel Kokain. Das heißt, das liegt ja schon ziemlich nahe, dass Essen süchtig macht. Wenn das Gleiche im Gehirn passiert wie beim Konsum von Kokain. Oder aber nicht so schnell, denn in unserem Gehirn ist das alles sehr ähnlich verschaltet. Das heißt, alles, was wir haben wollen, ob das jetzt ein Partner ist oder ob das neue Skier sind, ob es ein neuer Pullover ist oder ob wir ein nettes Gespräch oder ein Tasse Kaffee haben wollen all das schüttet bei uns Dopamin aus. All das ist belohnend, weil wenn wir uns nicht eine Belohnung erhoffen würden und sie dann auch bekommen, dann gibt es für uns ja gar keinen Anreiz, irgendwas zu machen. Also warum sollten wir aufstehen oder Sachen überhaupt im Leben tun und versuchen zu erreichen, Motivation und Energie für Dinge aufwenden, wenn nicht unser Gehirn und sagen würde: Hey, guck da mal hin, das lohnt sich.

(03:19)
Und das ist genau das, was beim Essen auch passiert und was da so schiefgehen kann. Denn die Belohnung hat natürlich ihren Preis. Also an sich sind Lebensmittel ja nicht gefährlich oder schädlich, nur die zu große Menge davon schadet uns. Also wenn wir zu viel davon essen. An sich ist aber Fastfood, Zucker, Eis, Schokolade alles in gesunden Mengen, essbar. Und es ist sogar besser, eine flexible Haltung zu haben, statt strikte Verbote oder so ein restriktives Essverhalten, wo wir uns ganze Lebensmittel Gruppen verbieten. Beim Alkohol können wir komplett darauf verzichten, beim Essen nicht. Und wir müssen das auch nicht, denn man kann eine gesunde und entspannte Haltung zum Essen entwickeln oder wie viele Leute auch sagen, eine normale Haltung also so wie andere Menschen, dass man nicht so ungezügelt zum Essen greift oder die Kontrolle verliert. Wichtig, um einzuschätzen ob Du eine Essstörung hast, ob du dich körperlich gerade schädigst, also hast du gerade körperliche Schäden wie zum Beispiel Untergewicht, Haarausfall oder ähnliches. Hast du also praktisch im Kopf Schwierigkeiten? Ist das jetzt gerade eine Kopfsache?

(04:28)
Also im Sinne von Du bist depressiv. Du hast starke Ängste, du hast starke Schuldgefühle und Zwänge und dein Alltag ist wirklich nur noch komplett vom Essen bestimmt. Du gehst auch gar nicht mehr raus, zum Beispiel. In solchen Fällen ist es definitiv sinnvoll, dir dann therapeutische Hilfe zu holen, also zum Psychotherapeuten zu gehen oder zu einer Klinik und dir dort helfen zu lassen. In vielen Fällen ist das gestörte Essverhalten oder die Essstörung aber noch gar nicht so weit fortgeschritten, sondern ist vor allem ein noch nicht so gesunder Umgang mit dem Essen und mit sich selbst. Wenn du jetzt gemerkt hast, dass du keine Essstörung hast, sondern dass da irgendwas los ist, was dich belastet. Aber es ist noch keine richtige Essstörung, die jetzt unbedingt von einem Therapeuten behandelt werden muss, dann kannst du dir selber schon in drei Schritten helfen. Schritt eins ist sicherzustellen, dass du nicht körperlich hungrig bist und dass dein Körper mit allen Nährstoffen versorgt ist, die er braucht, also die richtige Ernährung für dich zu finden. Also richtig zu essen und nichts auszulassen.

(05:35)
Schritt zwei ist es zu schauen, dass die Ernährung zu deinem Alltag passt. Das heißt, dass dein Alltag so vonstattengehen kann, wie du das wünscht, also dass du Freunde treffen kannst, in den Urlaub fahren kannst, arbeiten kannst, dass Geschäftsreisen und Ausflüge, dass das alles möglich ist. Und wenn du jetzt Kinder hast, dass du dann auch zusammen mit den Kindern essen kannst, dass du da insgesamt nicht eingeschränkt bist und weder du noch andere unter deinem Essverhalten leiden, sondern das sogar dazu beiträgt, dass du dich wohlfühlst.

Schritt drei ist dann zu schauen, dass du nicht emotional isst. Also nicht, wenn du traurig, gelangweilt oder einsam bist, dass du dann zum Essen greifst. Das machst du, indem du herausfindest, was die Ursachen sind hinter deinem Essverhalten. Das heißt, welche Gefühle und Bedürfnisse dahinter stehen und dann im nächsten Schritt, welche Verhaltensmuster, welche Vorgehensweisen, welche Strategien, welche praktischen Tipps in dieser Situation für dich persönlich wirklich funktionieren. Wenn du das an der Ursache auflöst, ist das so ein bisschen wie passende Schuhe anzuziehen.

(06:42)
Also mit unpassenden Schuhen schaffst du es mit viel Disziplin dich da rein zu zwängen und dann schon deinen Weg zu gehen. Aber irgendwann werden deine Füße wehtun, egal wie diszipliniert du bist und du schmeiß die Schulen die Ecke. Deswegen ist es sehr, sehr, sehr wichtig, dass du deinen eigenen Weg findest. Also wirklich Strategien und Tipps, die in deinen Alltag, in diese Situation passen und die dann beim emotionalen Essen das echte Bedürfnis auch besser befriedigen. Früher dachte ich selber, dass ich süchtig wäre, also dass das Essen Kontrolle über mich hätte, statt ich eine entspannte Kontrolle übers Essen. Und das war auch so, denn ich wusste damals noch nicht, wie ich das Ganze mit den richtigen Strategien und Stellschrauben in den Griff bekommen konnte. Als ich das geschafft habe, ging es mir zum einen wesentlich besser. Also ich habe mich wesentlich wohler gefühlt. Gleichzeitig war auch das ganze Thema Abnehmen dann auf einmal abgehakt. Wenn du das auch für dich möchtest, dann warte bitte nicht. Denn leider ist es so, dass unser Kopf alles, was wir machen, immer tiefer und tiefer ins Gehirn eingreift.

(07:53)
Also alles, was wir regelmäßig machen, wird zur Gewohnheit. Und das Fiese beim Essverhalten ist ja eben, dass wenn wir abnehmen wollen und immer wieder versuchen abzunehmen, aber es halt noch auf eine Art machen, die noch nicht bequem ins Leben passt, dann fühlen wir uns immer hilfloser. Also wir sind nicht in so einem Teufelskreis, wenn das aufgehört hat, sondern eigentlich in einer Abwärtsspirale, die immer weiter bergab geht, wo wir uns immer hilfloser und hilfloser fühlen und wo es immer schwieriger werden wird, unser Essverhalten zu verändern. Deswegen warte bitte nicht, sondern schau genau hin, geh an die Ursachen, finde raus, was dahinter steckt hinter der Sucht. Es ist keine Zuckersucht, es ist auch keine Esssucht in den allermeisten Fällen und es ist ja auch keine Essstörung. Also schau dir das genau an und dann geh an die Ursachen, dann wird es auch wesentlich leichter. Da gilt es oft an ein paar Stellschrauben zu drehen, die man vielleicht manchmal übersehen hat. Und das ist ja oft auch schwierig, selber rauszufinden.

(08:52)
Wenn du rausfinden willst und wie das bei dir aussehen könnte, also ein entspanntes Essverhalten zu entwickeln und welche Stellschrauben es bei dir sein könnten, die dann diese Sehnsucht auf einmal auflösen könnten, dann lass uns doch sprechen. Eine Zeit dafür kannst du dir mit dem Link in der Beschreibung selber aussuchen. Ich bin auch gespannt, dich kennenzulernen.

Das Ganze kannst du dir hier auch als Podcast anhören:

Esssucht überwinden: dein Weg

Wenn du konkret wissen möchtest, wie du für dich die richtigen Hebel in Bewegung setzt, um nicht nur kurzfristig, sondern vor allem dauerhaft abzunehmen (auch wenn du vermutest nach Essen süchtig zu sein), dann lass uns darüber sprechen. Hier kannst du dir eine Zeit aussuchen.