Dr. Dominik Dotzauer

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Emotionales Essen stoppen: so befreist du dich vom Frustessen

Inhaltsverzeichnis

Du hast gesündigt.emotionales essen frustessen stressessen schokolade

Du hast schon wieder deine Finger nicht bei dir behalten können.

Die Verpackung versteckst du im Müll. Deine Schandtaten gehören vor dir selbst (und allen anderen) versteckt.

Du schämst dich. Wärst du nicht nur so schwach und gierig.

Was wäre, wenn du dich wirklich frei beim Essen fühlen würdest?

Das ist möglich, sobald du die Ursachen von emotionalem Essen verstehst und einen neuen Weg gefunden hast damit umzugehen.

Was ist emotional Essen? (unkontrolliertes Essen)

Emotionales Essen ist ein Essverhalten, bei dem Menschen Lebensmittel konsumieren, um mit negativen Gefühlen umzugehen, anstatt aus physiologischem Hunger. Man könnte es auch als „emotionalen Hunger“ bezeichnen. Viele sagen auch, dass sie „unkontrolliert essen“.

Es ist eine Form, Emotionen durch Nahrungsaufnahme zu bewältigen oder zu unterdrücken. Emotionale Esser greifen oft zu ungesunden Snacks wie einer Tüte Chips, um sich kurzfristig besser zu fühlen. Dieses Verhalten kann zu Übergewicht und Schuldgefühlen führen und ist oft Teil einer Essstörung wie der Binge-Eating-Störung.

Viele Betroffene denken auch, dass sie süchtig nach Zucker wären oder eine Esssucht überwinden müssten. Sie glauben oft, dass es ihnen an Disziplin und Konsequenz fehlt – manche vermuten auch eine volle Essstörung dahinter. Das ist in unserer Erfahrung, aber nicht häufig der Fall – es ist eher ein Kompensationsverhalten, was wir umlernen könne

Wie erkenne ich, ob ich ein emotionaler Esser bin?

Es gibt mehrere Anzeichen für emotionales Essen:

  1. Du isst, obwohl du keinen physischen Hunger verspürst.
  2. Du greifst in stressigen Situationen automatisch zu Lebensmitteln.
  3. Essen ist deine primäre Strategie, um mit negativen Emotionen umzugehen.
  4. Du hast Schuldgefühle nach dem Essen.
  5. Du isst oft gedankenlos oder unbewusst.
  6. Dein Essverhalten ändert sich stark, je nach deiner emotionalen Verfassung.

Wenn du dich in mehreren dieser Punkte wiedererkennst, könnte dies auf emotionales Essen hindeuten.

Wie lässt sich emotionales Essen stoppen?

Emotionales Essen ist ein erlerntes Verhalten und lässt sich mit den richtigen Strategien stoppen. Du kannst dein Essverhalten verändern. Das geht, indem du Folgendes verinnerlichst und übst:

  1. Essen ist Energie
  2. Verhalten hat Konsequenzen
  3. Vergib dir sofort

1. Essen ist Energie.

Kaum etwas in Lebensmitteln ist wirklich schädlich – Transfette z. B. aus Pommes oder Verbranntes sind die Ausnahme.

Nur in zu geringen oder in zu hohen Mengen gibt es Schäden am Körper – und dann auch oft nur über einen langen Zeitraum und viele Mahlzeiten.

2. Verhalten hat Konsequenzen.

Du bist kein böser Mensch, nur weil du nicht das gewünschte Resultat bekommst. Auch wenn du aufgrund deines Übergewichts krank wirst oder dich nur ziemlich hässlich findest – du bist trotzdem ok.

Und wenn du ein anderes Resultat willst ( = eine andere Konsequenz), dann kannst du bewusst dich für ein anderes Verhalten entscheiden.

Weil du Vor- und Nachteile gegeneinander bewusst abgewogen hast.

Statt dich selbst abzuwerten – kannst du umdenken.

3. Vergib dir sofort

Fast jeder isst anders als nach striktem Ernährungsplan vorgegeben. Dafür ist unser Essverhalten zu sehr von äußeren Einflüssen bestimmt und hat noch andere Aspekte.

Klar – Essen spielt eine große Rolle um:

  1. nackt gut auszusehen oder
  2. lange gesund und leistungsfähig zu bleiben

Aber auch um zu Gruppen dazuzugehören, etwas zelebrieren, Genuss

Dir sofort zu vergeben und weiterzumachen, entlastet dich und erleichtert es dir, das neue, hilfreiche Verhalten konsequenter umzusetzen. Ohne die Schuld und Schamgefühle.

Klar, das hier hilft nicht jedem – bei manchen Menschen ist eine handfeste Essstörung das Problem. Und da kann man sich professionelle Hilfe suchen.

Bestimmte Lebensmittel als Sünde zu sehen ist etwas, das hilft, um kurzfristig die Finger von „bösen“ Lebensmitteln zu lassen.

Langfristig kann das aber viel Leid bedeuten und die Abnahme zum Scheitern bringen. Wir wollen das verbotene, schlechte ja umso mehr je weniger wir es haben dürfen.

Hat man es dann mal und darf es auch jederzeit essen – dann ist Schokolade vielleicht ganz nett, aber auch etwas zu süß und klebrig.

Warum du dir sofort vergeben solltest, wird genauer in „Automatisch Abnehmen“ erklärt.

Dieser Artikel ist aus den Erfahrungen meiner Klienten in den Gruppenprogrammen entstanden. Denn fast niemand hält sich an komplette Verbote oder strikte Regeln beim Essen. Das klappt eigentlich bei Niemandem.

Aber wir halten das voreinander meistens versteckt.

Die obigen Punkte sind erfahrungsgemäß sehr hilfreich – und können auch oft sofort entlasten. Mehr dazu auch in „Automatisch Abnehmen“.

Was hilft wirklich, um emotionales Essen zu stoppen?

Um unkontrolliertes Essen zu beenden, gilt es einen Ansatz zu verwenden, der sowohl körperlichen Hunger ausschließt (durch die richtige Ernährung, Bewegung und Lebensweise), als auch dein psychologisches Muster verändert und bei deinen Emotionen ansetzt. Tipps wie ein Glas Wasser zu trinken oder ein Runde spazieren zu gehen, greifen deswegen zu kurz.

Viele Programme oder Methoden fokussieren sich nur auf einen Aspekt. Um zuverlässig dein Essverhalten in den Griff zu kriegen und die Zügel zu behalten, gilt es deinen Weg zu finden, der beides in sich vereint. Für eine persönliche Einschätzung kontaktiere mich für ein kostenloses Erstgespräch oder um weiter Tipps und Ratschläge zu bekommen, trag dich im Folgenden in den E-Mail-Kurs ein.