Emotionales Essen: so befreist du dich vom Frustessen

Du hast gesündigt.

Du hast schon wieder deine Finger nicht bei dir behalten können.

Die Verpackung versteckst du im Müll. Deine Schandtaten gehören vor dir selbst (und allen anderen) versteckt.

Du schämst dich. Wärst du nicht nur so schwach und gierig.

Was wäre, wenn du dich wirklich frei beim Essen fühlen würdest?

Das ist möglich, sobald folgendes verinnerlicht und geübt ist:

1. Essen ist Energie.

Kaum etwas in Lebensmitteln ist wirklich schädlich – Transfette z. B. aus Pommes oder Verbranntes sind die Ausnahme.

Nur in zu geringen oder in zu hohen Mengen gibt es Schäden am Körper – und dann auch oft nur über einen langen Zeitraum und viele Mahlzeiten.

2. Verhalten hat Konsequenzen.

Du bist kein böser Mensch, nur weil du nicht das gewünschte Resultat bekommst. Auch wenn du aufgrund deines Übergewichts krank wirst oder dich nur ziemlich hässlich findest – du bist trotzdem ok.

Und wenn du ein anderes Resultat willst ( = eine andere Konsequenz), dann kannst du bewusst dich für ein anderes Verhalten entscheiden.

Weil du Vor- und Nachteile gegeneinander bewusst abgewogen hast.

Statt dich selber abzuwerten – kannst du umdenken.

3. Vergib dir sofort (erklärt in „Automatisch Abnehmen“)

Fast jeder isst anders als nach striktem Ernährungsplan vorgegeben. Dafür ist unser Essverhalten zu sehr von äußeren Einflüssen bestimmt und hat noch andere Aspekte.

Klar – Essen spielt eine große Rolle um:

  1. nackt gut auszusehen oder
  2. lange gesund und leistungsfähig zu bleiben

Aber auch um zu Gruppen dazuzugehören, etwas zelebrieren, Genuss

Dir sofort zu vergeben und weiterzumachen, entlastet dich und macht es dir leichter das neue, hilfreiche Verhalten konsequenter umzusetzen. Ohne die Schuld und Schamgefühle.

Klar das hier hilft nicht jedem – bei manchen Menschen ist eine handfeste Essstörung das Problem. Und da kann man sich professionelle Hilfe suchen.

Bestimmte Lebensmittel als Sünde zu sehen ist etwas, das hilft, um kurzfristig die Finger von „bösen“ Lebensmitteln zu lassen.

Langfristig kann das aber viel Leid bedeuten und die Abnahme zum Scheitern bringen. Wir wollen das verbotene, schlechte ja umso mehr je weniger wir es haben dürfen.

Hat man es dann mal und darf es auch jederzeit essen – dann ist Schokolade vielleicht ganz nett, aber auch etwas zu süß und klebrig.

Dieser Artikel ist aus den Erfahrungen meiner Klienten in den Gruppenprogrammen entstanden. Denn fast niemand hält sich an komplette Verbote oder strikte Regeln beim Essen. Das klappt eigentlich bei Niemandem.

Aber wir halten das voreinander meistens versteckt.

Die obigen Punkte sind erfahrungsgemäß sehr hilfreich – und können auch oft sofort entlasten. Mehr dazu auch in „Automatisch Abnehmen“:

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  • Was die häufigsten Fehler beim Abnehmen sind
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